Schädlingsfrüherkennung

Wenn ein Schädlingsbefall gleich zu Beginn erkannt wird, hält sich der bis dahin entstandene Schaden meist in einem sehr geringen Ausmaß und die notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung sind einfacher und kostengünstiger, weil in den meisten Fällen eine Behandlung von Teilbereichen der Produktionsstätte oder des Lagers ausreicht. Die Schädlingsfrüherkennung ist deshalb ein zentrales Element der Integrierten Schädlingsbekämpfung.

Zur Schädlingsfrüherkennung dient zunächst die visuelle Überprüfung bzw. Inspektion von Lagerräumen und Produktionsstätten, wobei auf Tiere bzw. Spuren geachtet wird.

Daneben dient das Aufstellen verschiedener Fallen (bspw. Trichterfallen, Klebefallen oder Pheromon-Fallen) dem Monitoring in der Schädlingsfrüherkennung.

Eine weitere Methode zur frühzeitigen Erkennung eines Schädlingsbefalls ist das Sieben von Rohstoffen und Lager-Gütern.

In der Schädlingsfrüherkennung kommen ebenfalls verschiedene Verfahren der Messung zum Einsatz. So werden Temperatur, Feuchte und CO2-Werte ermittelt. Durch Wiegen können Massenverluste festgestellt werden. Mithilfe der Schwemmprobe lässt sich die Produktdichte in Erfahrung bringen. Zusätzlich können auch bestimmte biochemische Werte Aufschluss über einen möglichen Schädlingsbefall geben. Hierfür kann beispielsweise ein Myosin-Test zum Nachweis von tierischem Eiweiß genutzt werden.