Holzschutz

„Holzwurm … ?“ Dabei handelt es sich um die kleine gefräßige Larve des gemeinen Nagekäfers (Anobium punktatum, ca. 1mm Durchmesser). Sind die Löcher größer, könnte es der Hausbock sein…

Es gibt eine Vielzahl von holzschädigenden Insekten und Pilzen. Einige davon schädigen verbautes Holz in Dachstühlen, Fassaden, Möbeln usw.

Bekämpfung dieser Schädlinge
•Injektionsverfahren, Sprühverfahren, Streich- und Schäumverfahren; bekämpfend und/oder vorbeugend
•Heißluftverfahren, Begasung, Schlupfwespeneinsatz; kein Schutz vor Neubefall

Die meisten Verfahren sind in der DIN 68 800 geregelt. Wichtig ist die Analyse des Schädlingsbefalles. Welche Schädlinge, welche Bereiche, Holzart, Holzalter usw. Je nach Anforderung werden die betroffenen Bereiche inspiziert, bearbeitet, abgebeilt, das Holzschutzmittel, der Wirkstoff, das oder die Verfahren ausgewählt und eingesetzt.

Bei den Wirkstoffen hat sich in den letzten Jahren viel geändert. Chitin-Synthese-Hemmer wie etwa Flufenoxuron wirken auf die Chitinbildung der Insekten (Mundwerkzeuge der Larven u. endogenes Skelett der Käfer sind aus Chitin). Säugetiere (auch der Mensch) bilden kein Chitin und reagieren deshalb auch nicht auf diesen Wirkstoff.

Heißluftverfahren sind chemiefrei und somit die alternative Methode in der Schädlingsbekämpfung.

Hier wird mit einem Gebläse heiße Luft (ca. 80 – 110°C) in den z.B. Dachstuhl befördert. Das Holz muß eine Kerntemperatur von mehr als 55°C für ca. eine Stunde erreichen. In manchen Bereichen liegt das Holz direkt auf dem Mauerwerk auf. Hier ist eine chemische Behandlung beinahe unumgänglich. Dies gilt z.B. auch für Sparren, die bis in den Aussenbereich führen.

Begasungen dürfen nur unter aufwendigen Sicherheitsbestimmungen durchgeführt werden und bieten wie das Heißluftverfahren keinen Schutz vor Neubefall.