Was kostet eine gute Dienstleistung

Wir alle benötigen Dienstleistungen in den unterschiedlichsten Lebenslagen.

Ein Therapeut kostet rund 100,- Euro pro Stunde,

Ein Fachanwalt kostet rund 200,- Euro pro Stunde,

ein Netzwerkspezialist von Siemens zb. kostet noch mehr….

Handwerksbetriebe kosten zwischen 40,- und 80,- pro Stunde…

Allrounder Hausmeister verlangen zwischen 20,- und 60,-

Schlüsseldienste und Rohrreiniger- Abzockdienste verlangen ab 200,-

Fliesenleger arbeiten natürlich im Qm- Segment und verlangen umgerechnet auch mehr als 100,- pro Stunde…

Sachverständige, Bauunternehmer, Makler, Städte arbeiten mit Margen, die kein normaler Mensch verdienen kann…..also jenseits von 200,- pro Stunde.

Der Schädlingsbekämpfer arbeitet im Schnitt für 100,- pro Stunde. Wir bewahren allerdings den vermeindlichen Kunden davor, sich selbst zu schädigen.

Das Paradoxe ist… Die Chemie-Mafia hat alles im Griff und sorgt dafür, dass Ihre Produkte ohne erheblichen Widerstand gekauft werden müssen.

Sie dürfen sich als Verbraucher selbst vergiften, sich selbst Schaden zu fügen, auch unbewusst Ihre Nachbarn schädigen.

Der Schädlingsbekämpfer, der die frei verkäuflichen Mittel so einsetzt, steht sofort mit einem Bein im Knast….

So wie die Auto-Mafia uns vorgaukelt saubere Diesel zu fahren, gibt es in Deutschland kein entsprechendes Aufbegehren.

Wir werden einfach wie die Lämmer zur Schlachtbank geführt und niemand wagt es das System anzugreifen….

 

Eichenprozessionsspinner sind in diesem Jahr eine Plage, nicht nur in Nordrhein westfalen.

Besonders an Schulen, Kindergärten und Waldwegen fallen die Nester besonders ins Gewicht.

Die Brennhaare der Larven werden in den späten Larvenstadien für Menschen und Haus/Nutztiere besonders problematisch.

Die Larven müssen abgesammelt, und als Sondermüll entsorgt werden.

Diese Maßnahmen bieten geschulte Baumkletterer aber auch Schädlingsbekämpfer an.

Eine chemische Behandlung macht ab den Monaten Juni wenig Sinn, da die Brennhaare Ihre Gefährlichkeit nicht verlieren.

Die Kosten variieren zum Teil sehr stark. Wir halten es für angemessen für die komplette Bekämpfung ca. 600,- zu veranschlagen. Der Stundensatz liegt im Schnitt zwischen 80,- und 150,- dazu kommen Steigerkosten, die meist seperat abgerechnet werden. Wer sich noch leisten kann, kostenfreie Inspektionen durchzuführen, ist entweder wohlhabender Idealist oder legt die Kosten auf die Bekämpfung um….

Bei Schädlingsproblemen in ganz NRW sind wir schnell, diskret und beratend bei Ihnen vor Ort

Aufgrund der ständig wachsenden Population von Schadnagern, bieten wir schnelle Akutbekämpfungen gegen Ratten und auch Mäusen an.

Der gezielte Einsatz von Fallen und auch Ködern wird durch unsere Schädlingsbekämpfung nicht nur in Restaurants und Fleischereien, Hausverwaltungen etc. zur Tilgung eines Akutbefalls führen.

 

Schädlinge im Klimawandel

Auch jetzt in der kalten Jahreszeit werden vermehrt Ameisen, Silberfische und sonstige Lästlinge gemeldet.

Solange die kleinen Krabbler nicht in Massen auftreten, wird unsere Toleranzgrenze kaum überschritten.

Massenvermehrungen in Wohnungen und Geschäftsräumen werden allerdings immer häufiger zu einem Problem.

 

Die Ursachenforschung kann nur ein Fachmann gewährleisten.

Verzichten Sie auf den Einsatz von Köderdosen.

Rattenbefall frühzeitig erkennen

Ratten sind weiterhin ein grosses Problem für alle Beteiligten.

 

Laut Bundesseuchengesetz müssen Wanderratten bekämpft werden, weil Sie Schäden an Mensch und Maschine in grossem Ausmaß anrichten.

 

Gerade jetzt, wo wir die heimischen Vögel füttern, fühlen sich die Ratten in hohem Maße zu diesen Futterstellen hingezogen.

Achten Sie auf Erdlöcher, Kotspuren und Kotspuren. Sollten Sie bereits tagsüber die Ratten sehen, achten Sie bitte darauf, dass die Ratten nicht an das Futter gelangen. Bedenken Sie, Ratten sind sehr gute Kletterer und extrem neugierig und jedem Hund und Katze überlegen.

Schädlinge erkennen auch bei Nacht

Immer wieder hören wir gerade Nachts im Haus, im Geräteschuppen oder am Dach unangenehme Geräusche, die nicht eindeutig zu identifizieren sind.

Wir bieten Ihnen unser Know How und Technik für eine eindeutige Spezifikation.

Ein paar Tage reichen aus, um mit unserer Nachtsichtkamera die Übeltäter ausfindig zu machen. Egal ob Marder, Maus oder Ratte, der Bewegungsmelder arbeitet zuverlässig und die Kamera speichert jede Bewegung.

Das Aufstellen unserer Wildkameras gibt Ihnen Sicherheit und ist dazu noch preiswert.

 

 

vor Klimawandel nicht die Augen verschließen; auch in Mülheim und Coesfeld……..

Die klimatischen Änderungen zeigen auch ihre Wirkung auf Schadorganismen und Krankheitserreger. Ihnen gelingt es zunehmend sich in kühleren Regionen wie z.B. Mitteleuropa auszubreiten oder überhaupt erst Fuß zu fassen, in denen sie bisher nur in geringem Maße oder gar nicht vorkamen. Wärmeliebende heimische Arten entwickeln höhere Populationsdichten. Neue Arten überwinden entweder bisherige geographische Barrieren wie die Alpen oder sie werden durch den weltweiten Handel eingeschleppt. Für die Entwicklung und das Überleben der Schadorganismen sind in der Regel die immer häufiger vorkommenden milden Winter entscheidend. Die ebenfalls zunehmende Sommertrockenheit schwächt oft die befallenen Wirtspflanzen und macht sie anfällig gegenüber dem Befall mit Schädlingen.

 

SchädlingeDatei:Kastanie miniermotte.jpg

Ein bekanntes Beispiel ist die aus dem Balkan stammende Rosskastanienminiermotte. Sie wurde zum ersten Mal 1989 in Österreich nachgewiesen und hat sich seitdem nach Bayern und über Tschechien die Elbe abwärts auch in die neuen Bundesländer und weiter ausgebreitet. Andere Insekten finden ihren Weg auch über die Burgundische Pforte oder werden mit Zügen oder Autos eingeschleppt. Ein anderes Beispiel ist der Schwammspinner, dessen Larven bevorzugt an Eichen fressen. Seit Ende der 1990er Jahre hat dieser Schmetterling mehrfach hohe Populationsdichten erreicht und mehrere Jahre hintereinander große Teile mitteleuropäischer Eichenwälder kahl gefressen. Als einzige stichhaltige Erklärung für seine pandemische Ausbreitung gelten die klimatischen Veränderungen.

Borkenkäfer fressen sich durch die Rinde einer Fichte.

Für Wälder in Mitteleuropa ist insbesondere der Prachtkäfer in letzter Zeit zu einer Plage geworden. Allgemein wird damit gerechnet, dass mit steigender Temperatur auch sommerliche Dürreperioden zunehmen. Dadurch werden viele Baumarten geschwächt, während warme und trockene Perioden für den Prachtkäfer günstige Lebensbedingungen bieten. So erfolgt bei dem Blauen Kiefernprachtkäfer die Eiablage erst bei Temperaturen ab 25 °C. An der Fichte ist es in den letzten Jahren zu einer Massenvermehrung des Borkenkäfers gekommen.

 

Krankheiten

Eine andere Gefahr durch den Klimawandel ist die Zunahme von Pilzkrankheiten. So zeigen sich bei der Kiefer in Deutschland seit Mitte der 1990er Jahre zunehmend Schäden durch den Bläuepilz. Die Pilzart war zunächst nur aus den Tropen und Subtropen bekannt. Er ist in letzter Zeit, besonders in dem warmen und trockenen Sommer 2003, aber auch in Deutschland aufgetreten und hat in manchen Regionen wie Thüringen, Sachsen und Brandenburg große Schäden hervorgerufen. Andere Wärme liebende Pilzarten befallen auch Laubbäume. So zeigen seit 2005 Ahornbestände in Südwestdeutschland deutliche Symptome der Rußrindenkrankheit, die zum Absterben ganzer Bäume führt. Auch diese durch einen Pilz verursachte Krankheit war früher in Deutschland nicht bekannt und muss als Folge der zunehmenden Erwärmung und Sommertrockenheit gelten.

Auch in Borken und Oberhausen gibt es Probleme mit der Kirschessigfliege

Eine weiterer neuer Schädling sorgte erstmals im vergangenen Jahr für Schlagzeilen: die Kirschessigfliege. Die erst vor wenigen Jahren ebenfalls aus Asien eingewanderte Fruchtfliegenart erweist sich als sehr robust. „Sie hat den Winter überstanden und wird uns wohl Ärger bereiten“, heißt es beim Julius Kühn-Institut (JKI).

Kirschessigfliege

Klein aber gefährlich: die Kirschessigfliege

Die Fliege legt ihre Eier mit einem Stachel bevorzugt in roten Früchten wie Kirschen, Beeren und roten Weintrauben ab. Reife Früchte faulen dadurch schneller. Obstbauern und Winzer in Rheinland-Pfalz befürchten, dass die Kirschessigfliege auch dieses Jahr wieder Schäden anrichtet. Experten raten den Winzern zu vorbeugenden Maßnahmen, um die aggressive Fruchtfliege nach den schlechten Erfahrungen im vergangenen Jahr möglichst in Schach zu halten.

Eine Möglichkeit, die Kirschessigfliege zu bekämpfen, ist, mit Züchtungsmaßnahmen die Beerenhaut stabiler zu bekommen. „So wurde vor vielen Jahren auch die Reblaus bekämpft“. Dann wäre das Problem gelöst.

Aatz bezieht Stellung: Handels- und Investitionsabkommen TTIP

Worum geht es bei TTIP?

Das Transatlantic-Trade-and-Investment-Partnership-Abkommen, TTIP, ist kein klassisches Freihandelsabkommen. Es geht nicht um die Abschaffung von Zöllen und Handelsschranken, weil es die zwischen Europa und den USA kaum noch gibt. Ziel ist vielmehr der Abbau von so genannten „nicht-tarifären Handelshemmnissen“. Als Handelshemmnis können die Vertragspartner alles definieren: Verbraucherschutz, Kennzeichnungspflicht, Datenschutz, Arbeitnehmerrechte.

Richtig gefährlich wird TTIP, wenn es erst einmal in Kraft ist. US-Konzerne können dann europäische Staaten verklagen, wenn deren Gesetze ihre Gewinne schmälern. Die Urteile fällen keine Richter, sondern von den Konzernen selbst ausgewählte Wirtschaftsanwälte. Schon die Drohung solcher Klagen kann reichen, um unliebsame Gesetze aus der Welt zu schaffen. Die verhängten Schadensersatzzahlungen können Staaten in den Ruin treiben.

Die Vertragsverhandlungen finden ohne Transparenz, ohne Debatte und Beteiligung der demokratisch gewählten Parlamente statt. Die Parlamente können am Schluss nur noch Ja oder Nein zu dem ganzen Vertrag sagen.

Infografik Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU

Was bedeutet der Vertrag für uns?

Das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU birgt viele Gefahren:

  • US-Produkte müssten nicht mehr europäische Verbraucherschutz- und Tierschutzstandards einhalten, um in der EU verkauft zu werden. Damit EU-Unternehmen dann nicht benachteiligt sind, müssten die Standards hierzulande gesenkt werden.
  • Regeln zur Bankenaufsicht und zur Zügelung der Finanzmärkte können aufgeweicht werden – und die nächste Bankenkrise wird wieder von den Bürger/innen statt von den Banken bezahlt.
  • In Europa kostet TTIP 583.000 Arbeitsplätze, in Deutschland allein gehen 134.000 Jobs verloren.
  • Wenn öffentliche Dienstleistungen als Märkte interpretiert werden, wie es die Pläne bisher vorsehen, wird eine Welle an Privatisierungen folgen.
  • IM EU-Recht wird der Status Quo festgeschrieben: Keine Chance mehr für dringend nötige Regeln gegen den Missbrauch von Antibiotika bei der Tiermast oder gegen hormonähnliche Substanzen in Alltagsgegenständen.
  • TTIP wird die Einfuhr gentechnisch veränderter Lebensmittel erleichtern und die Kennzeichnungspflicht aufweichen.
  • Im Bereich des so genannten „geistigen Eigentums“ drohen Verschärfungen: weniger Rechte für Internetnutzer, weniger preisgünstige Medikamente und ein lascher Datenschutz.
  • Investoren sollen die Möglichkeit bekommen, Staaten vor Schiedsgerichten zu verklagen, wenn sie ihre Gewinnaussichten durch demokratische Beschlüsse verletzt sehen. Auf eine solche Investitionsschutzklausel in einem anderen Abkommen beruft sich heute schon Vattenfall – und verklagt derzeit Deutschland auf 4,7 Milliarden Euro Schadensersatz für den Atomausstieg.
  • Der durch das Abkommen ausgelöste Preiskampf bei Lebensmitteln würde auf beiden Seiten des Atlantiks naturschonend wirtschaftende Bauernhöfe massenweise zur Aufgabe zwingen.
  • Die durch die EU-Chemikalienverordnung REACH vorgeschriebene Gefahrenprüfung vor der Markteinführung von Substanzen wird umgehbar: Ein Konzern müsste nur ein Produkt in den USA anbieten – und schon könnte er es auch in Europa verkaufen.

Wer verhandelt?

Die Verhandlungen finden statt zwischen der EU-Kommission, vertreten durch die Handelskommissarin Cecilia Malmström, und dem US-Handelsministerium. In der EU haben weder die Mitgliedsstaaten noch die anderen EU-Kommissare, noch gar die Abgeordneten von Europaparlament und nationalen Parlamenten Einblick in die meisten Verhandlungsdokumente. Auf massiven öffentlichen Druck hin stellt die EU-Kommission inzwischen einige ihrer Verhandlungspositionen online – allerdings weigert sich die US-Seite dasselbe zu tun.

Deshalb bleibt ungewiss, wo mögliche Kompromisslinien liegen werden. Da beide Verhandlungspartner eine „Paketlösung“ – also einen Kuhhandel – anstreben wird die EU-Kommission massive Zugeständnisse machen müssen, soll das Abkommen jemals unterschriftsreif werden.

Dagegen haben einige hundert Industrielobbyisten exklusiven Zugang und die Möglichkeit, ihre Interessen direkt in den Vertrag zu diktieren. Ziel der Verhandlungs-Elite ist es, die Verhandlungen geheim abzuschließen und den demokratisch gewählten Vertretungen der Bürger/innen dann nur noch die Wahl zwischen Zustimmung und Ablehnung zu lassen.

Warum wissen wir so wenig über die Inhalte?

Die EU-Kommission und die US-Regierung halten die wichtigsten Verhandlungsdokumente geheim. Die Verhandlungsrunden finden jeweils an geheim gehaltenen Orten statt. Auf den Pressekonferenzen nach den jeweiligen Verhandlungsrunden werden lediglich Allgemeinplätze zum Besten gegeben. Jegliche öffentliche Information bleibt äußerst vage.

Wie viele Arbeitsplätze und wie viel Wachstum bringt der Vertrag?

Die Europäische Kommission rechnet, gestützt auf eine Studie des Centre for Economic Policy Research (CEPR 2013), für das Jahr 2027 mit einem Wachstum des realen Einkommens der EU von bis zu 0,48 Prozent. Das bedeutet pro Jahr ein Wachstum von 0,048 Prozent, also unter der Nachweisgrenze. Die Kommission schließt Anpassungseffekte zwar nicht aus, gesamtwirtschaftlich sollen jedoch Beschäftigungsgewinne und Lohnzuwächse überwiegen. Schon diese positiv gefärbte Schätzung geht also von einem äußerst geringen wirtschaftlichen Nutzen in sehr ferner Zukunft aus.

Nicht berücksichtigt sind dabei mögliche negative Effekte. Diese untersucht eine Studie der Tufts University. Ergebnis: Es droht der Verlust von fast 600.000 Jobs in Europa, das Bruttoinlandsprodukt wird ebenso sinken wie die Lohnquote (der Anteil der Beschäftigten am erwirtschafteten Wohlstand). Ferner droht eine wachsende Instabilität der Finanzmärkte.

Durch TTIP droht eine Ausweitung niedrig entlohnter Beschäftigung, zunehmende Einkommensungleichheit, verschärfte Sparpolitik der öffentlichen Haushalte und eine geringere Tarifbindung. Privatisierungen, Ausgliederungen und Deregulierung vor allem im Dienstleistungsbereich können einfach genutzt werden, um Niedriglohn-Jobs zu schaffen. Weil sie anständig bezahlte Jobs mehr und mehr verdrängen, wirkt sich das auf das allgemeine Lohnniveau und damit auf die „Normalarbeitsverhältnisse“ aus.

Hat die EU-Kommission nicht transparente Verhandlungen unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft versprochen?

Dieses Versprechen ist leider eine leere Hülse. Die EU-Kommission veranstaltet einige so genannte Stakeholder Briefings, bei denen sie Vertreter/innen der Zivilgesellschaft mit Allgemeinplätzen, ausweichenden Antworten und bewusstem Verschweigen hinhält. Dem gegenüber stehen hunderte Gespräche mit Industrielobbyisten, bei denen diese unmittelbar Einfluss auf die Verhandlungstexte nehmen können.

Die EU-Kommission hat ein beratendes Kommitee eingerichtet, das die Verhandlungen begleiten soll. In ihm sollen neben sieben Industrievertretern zwei handverlesene Vertreter von Umweltschutzverbänden, zwei von Gewerkschaften, einer von Transparenz-Organisationen sitzen. Die bisher veröffentlichten Protokolle der Sitzungen zeigen, dass über Belanglosigkeiten geredet wurde, nicht über die wirklich kritischen Fragen. Und auch diesem Komitee werden voraussichtlich keine Vertragstexte zugänglich gemacht. Genauso wenig wie dem Europaparlament. Wenn Abgeordnete oder die wenigen ausgewählten Vertreter der Zivilgesellschaft Verhandlungsunterlagen sehen dürfen, dann nur in speziellen Leseräumen. Sie sind zu Stillschweigen verpflichtet, dürfen also ihr Wissen nicht mit Experten und vor allem nicht mit uns Bürger/innen teilen.

Wie ist der Zeitplan?

Die Verhandlungen wurden im Juni offiziell aufgenommen. Ziel der Verhandlungspartner ist ein schneller Abschluss, bis 2015. Der genaue Zeitplan hängt vom Fortschritt der Verhandlungen ab. Klar ist bisher nur, dass nach der Brüsseler Verhandlungsrunde im September oder Oktober wieder eine Verhandlung in Washington stattfindet.

In den USA gibt es im Vorwahlkampf unterdessen immer mehr Kandidaten, die sich kritisch zu Freihandelsabkommen äußern. Dazu gehören auch Hillary Clinton und Donald Trump.

Was passiert nach den Verhandlungen?

Das Europaparlament und die Europäischen Regierungen müssen dem Vertrag auf jeden Fall zustimmen. Strittig ist, ob der Vertrag außerdem in jedem einzelnen Mitgliedsstaat „ratifiziert“ werden muss. Die EU-Kommission möchte dieses Abkommen allein auf europäischer Ebene durchsetzen und die nationalen Parlamente außen vor lassen! Dagegen regt sich Widerstand aus den Mitgliedsstaaten – sehr zu recht. Wenn die EU-Kommission nicht einlenkt, ist eine Klage vor dem EuGH in dieser Sache wahrscheinlich.

Würde der Vertrag auch von den Mitgliedsstaaten ratifiziert, bedeutet das in der Regel, dass die Parlamente abstimmen. Möglich sind aber auch Volksentscheide in einzelnen Mitgliedsländern. Wird der Vertrag von nur einem EU-Staat nicht ratifiziert, ist er gescheitert.

In Deutschland hängt es vom Inhalt des endgültigen Vertrages ab, ob nur der Bundestag entscheidet oder auch der Bundesrat zustimmen muss.

Wie funktionieren die Konzernklagen?

In vielen Handelsverträgen gibt es mittlerweile so genannte Investitionsschutzklauseln. Sie erlauben ausländischen Konzernen, vor einem „Schiedsgericht“ zu klagen, wenn es seine Gewinnerwartung durch politische Entscheidungen eines Staates verletzt sieht. Das „Schiedsgericht“ ist kein Gericht im herkömmlichen Sinne. Es besteht ausschließlich aus ‚Wirtschaftsanwälten, die in einem Prozess die Rolle des Kläger-Anwalts, im nächsten Verfahren die Rolle des Anwalts der Beklagten, und ein anderes Mal die Rolle des Richters übernehmen. Es gibt keine Befangenheitsregeln und keine Berufungsmöglichkeit, weshalb dieses äußerst mächtge Trio Urteile im Interesse zahlungskräftiger Mandanten fällen kann!

Da nur eine Seite klagen kann (der ausländische Investor) und Staaten nicht gewinnen, sondern nur nicht verlieren können, ist das System sehr einseitig. Das zeigt sich auch in der Urteilsstatistik: Von den Klagen, die nicht aus formalen Gründen abgewiesen werden, werdensechzig Prozent zu Gunsten des Investors entschieden.

Eine exklusive Minderheit von hoch spezialisierten Rechtsexperten entscheidet über Entschädigungen in Milliardenhöhe – nur 15 Personen entscheiden mehr als die Hälfte aller Fälle. Die Verhandlungen sind nicht öffentlich, noch nicht einmal die Urteile und die Klageschriften werden komplett veröffentlicht. Die beteiligten Anwälte kassieren Honorare in Millionenhöhe.

Mit TTIP verpflichten sich die unterzeichnenden Staaten zugleich die Milliarden-Entschädigungen aus den Schiedsgerichtsklagen auch durchzusetzen. Es können Währungsreserven und Staatseigentum gepfändet werden, wenn Staaten nicht bereit oder in der Lage sind, zu bezahlen.

Seit einigen Jahren steigt die Zahl der Klagen vor solchen Schiedsgerichten ständig an, die Summen der zugebilligten Entschädigungen wachsen ständig.  Am klagefreudigsten sind US-Investoren mit bisher 129 Klagen. Danach folgen die Niederlande mit 67, Großbritannien mit 51 und Deutschland mit 42 Klagen.

Eine neue Studie der London School of Economics hat jetzt (wie auch schon eine ältere Studie der Heinrich-Böll Stiftung) nachgewiesen, dass für Investorenklagen kein Bedarf besteht. Es gibt keine Schutzlücke für ausländische Investoren. In den von der Kommission angebrachten Fällen, bei den InvestorInnen Schwierigkeiten in den USA hatten, hätte ein Investor-Staat-Klagemechanismus auch nicht geholfen.

Früher Wintereinbruch

 

 

Insekten erfrieren nicht – Kein schädlingsfreier Sommer durch Kälte

 Einen mückenfreien Sommer beschert die derzeitige Kälteperiode den Deutschen nach Expertenauskunft leider nicht.

Insekten – nützliche wie schädliche – stecken lange Frostperioden locker weg. «Sie sind sehr hart im Nehmen. Trockene Kälte sei für ist völlig ungefährlich. In Frostperioden reduzierten Insekten ihre Körperfunktionen auf ein Minimum und fallen in eine Art Kältestarre. «Sie sind jetzt konserviert. Vorhersagen über mögliche Schädlingsplagen sind derzeit nicht möglich – dezimiert werden die Schädlinge durch die Kälte jedenfalls nicht.

Viel schlimmer für die Insekten ist mildes und feuchtes Wetter. Bei Plusgraden und Regen drohen tödliche Pilzkrankheiten, «dann verschimmeln sie».

Insekten verbringen den Winter meist als Eier, Puppen oder Larven im Boden oder unter der Rinde von Bäumen. Auch wochenlanger Frost ist für sie kein Problem. Erfrieren ist praktisch auszuschließen. Einige suchen sich im Herbst als fertig entwickelte Käfer Spalten oder Ritzen und fallen in eine Starre, bis die warme Frühlingssonne sie herauslockt. Das gilt beispielsweise für Marienkäfer. Mückeneier überleben im Schlamm auf dem Gewässer-
boden, solange dort das Wasser nicht gefriert. Wespenköniginnen suchen sich geschützte Verstecke zum Beispiel hinter Baumrinden – und bauen dann im Frühjahr wieder neue Völker auf.
borkenkaefer.jpgVom Frostspanner, einem gefürchteten Eichenschädling, überwintern die Eier, aus denen bei steigenden Temperaturen im Frühjahr Larven schlüpfen und die Knospen auffressen. Borkenkäfer (li.), die vor allem in Fichtenwäldern riesige Schäden anrichten können, verbringen den Winter als fertige Käfer unter der Rinde von Bäumen oder im Boden. Tief in den Boden verkriechen sich Engerlinge, die Larven des Maikäfers. Auch ihnen passiert bei Frost nichts.